Wie die Linse die Worte aufwirbelte, dass Duft ward das Gelesene

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The starting point of this wall piece is a collection of sentences from text messages I receive: short notes from everyday life, often carrying bad news. Through drawing, they shed their weight and become something lighter. Each dot drawing is my quiet response to what was said. The dot — the smallest trace of language — gains its own presence.

The presentation in partially glazed frames evokes an archive: some sheets remain exposed, others are protected. Proximity and distance are spatially negotiated, which opens a space for imagination, for the continuation of words that here dissolve into air.


DE
Ausgangspunkt dieser Wandarbeit sind Sätze aus Textnachrichten, die mich erreichen: kurze Mitteilungen aus dem Alltag, oft schwer zu tragen. Im Zeichnen verlieren sie ihre Last – die Worte werden zu Punkten, zu Hauch, zu Spur. Die Punktzeichnungen sind meine stille Antwort auf das Gesagte. Der Punkt – die kleinste Einheit von Sprache – erhält eine eigene Präsenz.

Die teilweise verglasten Rahmen erinnern an ein Archiv: Manche Blätter atmen frei, andere sind geschützt. Zwischen Offenheit und Distanz entsteht ein Raum für Imagination, in dem die Worte weiterwirken, während sie sich zugleich verflüchtigen.

Wie die Linse die Worte aufwirbelte, dass Duft ward das Gelesene, 2017, Ink drawing on inkjet-printed paper, glass, wood, 116 x 43 x 3 cm, Photo: Randolph Capelle

Wie die Linse die Worte aufwirbelte, dass Duft ward das Gelesene, 2017, Ink drawing on inkjet-printed paper, 29,1 x 21,7 cm

Wie die Linse die Worte aufwirbelte, dass Duft ward das Gelesene, 2017, Ink drawing on inkjet-printed paper, glass, wood, 116 x 43 x 3 cm, Photo: Randolph Capelle

Wie die Linse die Worte aufwirbelte, dass Duft ward das Gelesene, 2017, Ink drawing on inkjet-printed paper, 29,1 x 21,7 cm